Haus & Grund Lauf
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Grunderwerbsteuer

Stand Juli 2017


Die weitere Erhöhung der Grunderwerbsteuer in den einzelnen Bundesländern, steht dem Ziel der Bundesregierung entgegen, die Wohneigentumsquote zu erhöhen und steigert die ohnehin schon hohen Nebenerwerbskosten.

Immobilientransaktionen sollen künftig zudem über die Notare elektronisch an die Finanzbehörden übermittelt werden, Damit soll der Steuervollzug verbessert werden.

Tabelle der Grunderwerbsteuersätze der Länder (Steuersatz seit 1998: einheitlich 3,5 %)

Bundesland 1) Steuersatz
seit 1998 1)
Erhöhung
ab 1)
 auf 1) Verantwortliche
Landesregierung
Baden-Württemberg 3,5 % 05.11.2011 5,0 % Grüne / SPD
Bayern 3,5 % keine Erhöh. CSU
Berlin 3,5 % 01.01.2007 4,5 % SPD
01.04.2012 5,0 % SPD / CDU
    01.01.2014 6,0 % SPD / CDU
Brandenburg 3,5 % 01.01.2011 5,0 % SPD / LINKE
    01.07.2015 6,5 % SPD / LINKE
Bremen 3,5 % 01.01.2011 4,5 % SPD / Grüne
01.01.2014 5,0 % SPD / Grüne
Hamburg 3,5 % 01.01.2009 4,5 % CDU / Grüne
Hessen 3,5 % 01.01.2013 5,0 % CDU / FDP
    01.08.2014 6,0 % CDU / Grüne
Mecklenburg-Vorpommern 3,5 % 01.07.2012 5,0 % SPD / CDU
Niedersachsen 3,5 % 01.01.2011 4,5 % CDU / FDP
    01.01.2014 5,0 % SPD / Grüne
Nordrhein-Westfalen 3,5 % 01.10.2011 5,0 % SPD / Grüne
    01.01.2015 6,5 % SPD / Grüne
Rheinland-Pfalz 3,5 % 01.03.2012 5,0 % SPD / Grüne
Saarland 3,5 % 01.01.2012 4,5 % CDU / FDP / Grüne
01.01.2013 5,5 % CDU / SPD
    01.01.2015 6,5 % CDU / SPD
Sachsen 3,5 % keine Erhöh. CDU
Sachsen-Anhalt 3,5 % 02.03.2010 4,5 % CDU / SPD
    01.03.2012 5,0 % CDU / SPD
Schleswig-Holstein 3,5 % 01.01.2012 5,0 % CDU / FDP
    01.01.2014 6,5 % SPD / Grüne / SSW
Thüringen 3,5 % 07.04.2011 5,0 % CDU / SPD
    01.01.2017 6,5 % LINKE / SPD / Grüne
1) Quelle: Wikipedia        

Nordrhein-Westfalen, als bevölkerungsreichstes und dicht besiedeltes Bundesland, nimmt neben dem Saarland und Schleswig-Hollstein die Spitzenposition bei der Grunderwerbsteuer ein. Seit 2017 reiht sich auch Thüringen, regiert von LINKE, SPD und Grüne in diese Gruppe ein.
Grunderwerb in diesen Bundesländern wird fast doppelt so hoch besteuert wie in Sachsen oder Bayern.
Bezahlt ein Grunderwerber bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro in Bayern 10.500 Euro an Grunderwerbsteuer, muss er bei den zweifelhaften "Grundsteuerspitzenreitern" 19.500 Euro einkalkulieren.



Autor: Roland Kraft